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Balkan-Roadtrip durch Serbien, Montenegro und Bosnien – warum sind diese Regionen so angesagt?

Als Geheimtipp gilt der Balkan schon lange nicht mehr. Und trotzdem fühlt sich kaum eine andere Ecke Europas so ursprünglich an. Weite Gebirge, lange Küsten und Städte voller Geschichte treffen hier aufeinander, dazu eine Küche, die man so schnell nicht wieder vergisst. Wer die Region einmal mit dem Auto erkundet hat, versteht schnell, warum es immer mehr Reisende genau hierherzieht.

Serbien hat mehr zu bieten als nur Belgrad 

Serbien überrascht. Wer nur Belgrad kennt, hat vom Land noch wenig gesehen. Die Hauptstadt ist lebendig, laut und auf jeden Fall einen Stopp wert, doch das ganze Bild zeigt sich erst, wenn du weiterfährst.

Ein paar Stopps, die sich lohnen:

  • Novi Sad: Die Festung Petrovaradin liegt direkt über der Donau. Der Ausblick von oben zählt zu den schönsten der ganzen Region.
  • Ðavolja Varoš (Teufelsstadt): Über 200 schmale Felstürme stehen hier wie ein versteinerter Wald. Der Ort liegt etwas abseits, aber genau das macht den Abstecher besonders.
  • Uvac-Schlucht: Der Fluss schlängelt sich in engen Bögen durchs Tal. Besonders von den Aussichtspunkten lohnt sich der Blick, und mit Glück ziehen Gänsegeier vorbei.
  • Zlatibor: Ruhiges Bergland im Westen, ideal für eine Pause. Klare Luft, viel Natur und richtig gute Hausmannskost.
  • Nationalpar Tara: Wälder, Schluchten und das berühmte Häuschen auf dem Felsen in der Drina. Gut mit Zlatibor zu verbinden.

Das musst du sonst noch wissen 

Die Autobahnen in Serbien sind gut ausgebaut, an den Mautstationen zahlst du bar oder mit Karte. Vor dem Grenzübertritt nach Montenegro oder Bosnien solltest du alle Fahrzeugpapiere und den Mietwagenvertrag griffbereit haben. Das spart dir an der Grenze einiges an Nerven.

Montenegro ist klein, aber kaum zu toppen 

Historic town of Kotor with Bay of Kotor in summer, Montenegro

Montenegro ist das kleinste Land der Tour und hat gleichzeitig vielleicht die eindrucksvollste Landschaft von allen. Auf engstem Raum bekommst du Küste, Berge, Nationalparks und mittelalterliche Altstädte, und das alles ist an einen Tag machbar.

Lohnende Stopps:

  • Bucht von Kotor: Eine der schönsten Buchten Europas, mit der von Mauern umgebenen Altstadt direkt am Wasser.
  • Lovćen-Nationalpark: In engen Kurven geht es hinauf auf über 1.700 Meter, und von oben hast du einen Blick über halb Montenegro
  • Durmitor: Hohe Berge, Bergseen und die tiefe Tara-Schlucht gleich nebenan. Super zum Wandern und für alle, die ihre Ruhe haben wollen.
  • Sveti Stefan: Das kleine Inseldorf, das man von unzähligen Postkarten kennt. Betreten darf man es nur als Hotelgast, aber für das Foto von oben reicht der kurze Zwischenstopp.

Das musst du sonst noch wissen

Auf den Landstraßen ist Montenegro größtenteils mautfrei. Passstraßen wie der Lovćen sind allerdings eng und kurvig, plan da ruhig mehr Zeit ein, als dir das Navi vorschlägt. In zwei, drei Tagen hast du das Land durchquert, aber ganz ehrlich: Die meisten bleiben länger. Montenegro hat etwas Fesselndes, von dem man schwer wieder wegkommt.

Bosnien-Herzegowina von Sarajewo bis Mostar

Balkan_Roadtrip_zweites_Bild

Bosnien ist der dritte Teil der Tour und für viele der günstigste. Die Wege sind kurz, das Essen ist deftig, und mit Sarajevo und Mostar hast du gleich zwei Städte, die du gesehen haben solltest.

Stopps, die sich lohnen:

  • Sarajevo: Hier trifft osmanische Architektur auf Bauten aus der Habsburger-Zeit. Die Geschichte spürst du an jeder Ecke.
  • Mostar: Stari Most ist eines der bekanntesten Motive des Balkans, besonders schön am frühen Morgen, bevor die Reisegruppen eintreffen.
  • Počitelj: Ein fast vergessenes mittelalterliches Dorf direkt an der M-17, der Hauptstraße zwischen Mostar und der kroatischen Küste. Der kurze Abstecher lohnt sich.
  • Kravica-Wasserfälle: Türkisgrünes Wasser und kühle Luft machen den Zwischenstopp überraschend beeindruckend.

Das musst du sonst noch wissen

Die meisten Strecken in Bosnien sind mautfrei. Abseits der Hauptverbindungen werden die Straßen aber schnell schmal und kurvig. Fahrzeugpapiere also immer dabeihaben. Der Grenzübertritt aus Montenegro dauert meistens nur ein paar Minuten.

Essen unterwegs: Balkan auf dem Teller

Balkan_Roadtrip_drittes_Bild

Das wohl beste Argument für den ganzen Roadtrip ist das Essen. Frisch, deftig, günstig und von Land zu Land ziemlich unterschiedlich.

In Serbien sind Cevapcici, kleine gegrillte Hackfleischröllchen, zusammen mit Lepinja, einem weichen Fladenbrot, und Kajmak, einem traditionellen Milchaufstrich, Pflicht. Probier unbedingt auch die Karadjordjeva. Das ist ein gerolltes Schnitzel, das mit Schinken und Kajmak gefüllt ist.

In Montenegro bekommst du oft frischen Fisch und Calamari direkt am Hafen. Je näher du ans Meer kommst, desto mediterraner wird die Küche. Es gibt weniger Fleisch und dafür mehr Fisch, Gemüse und Olivenöl. Dadurch schmeckt alles spürbar leichter und frischer.

Bosnien ist stark osmanisch geprägt. Morgens isst man dort Burek. Das ist eine Teigrolle aus dünnem Blätterteig, die klassisch mit Hackfleisch gefüllt wird. Mittags gibt es oft Bosanski Lonac, einen langsam geschmorten Eintopf mit Fleisch und Gemüse, oder gegrilltes Fleisch. Der Kaffee wird traditionell in der Džezva serviert, einem kleinen Kupferkännchen, und wird ganz in Ruhe getrunken.

Eine Faustregel gilt fast immer. Je weiter du dich von der Hauptstraße entfernst, desto besser wird das Essen. Besonders die kleinen Lokale ohne englische Speisekarte sind fast immer die bessere Wahl.

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