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Italienische Strafzettel mit Erklärungsbedarf

Die Anfrage eines TV-Verbrauchermagazins hat mich vor einigen Tagen Zeit und Nerven gekostet: Bei einer Kundin wurden einige Monate nach ihrem Italien-Urlaub von unserem dortigen lokalen Mietwagen-Partner nochmals Zahlungen für Strafzettel abgebucht. Leider hat sich diese Kundin bezüglich der Zusammensetzung der einbehaltenen Beträge weder an den Autovermieter vor Ort, noch an uns – den Mietwagen-Vermittler – gewandt, sondern gleich und ohne Umwege an den TV-Sender.Toll!!!

Der witterte im Sommerloch natürlich eine Urlauber-Abzocke, und forschte wiederum über unsere Presseagentur „Wilde & Partner“ weiter nach. Ein längeres Telefonat mit unserem Mietwagen-Partner in Italien, und die Ursache für die mehrmaligen Abbuchungen war geklärt: Dreimal wurden bei der Mietwagen-Kundin während ihres Urlaubs in der Toskana Verkehrsverstöße registriert – einmal hatte sie die Parkzeit überschritten (den Strafzettel hat sie ignoriert), und zweimal war sie (trotz offensichtlich vorhandener Verbotsschilder) in einer verkehrsberuhigten und nur für Anwohner zugänglichen Zone unterwegs.

Italienische Polize

Entsprechend wurde von der italienischen Polizei unser Mietwagen-Partner um Auskunft gebeten. Dieser reichte deshalb die Kosten aufgrund des personellen Aufwands für Recherche und Bearbeitung an die Kundin weiter. Die Strafzettel erhielt die Kundin durch Amtshilfe von der deutschen Polizei. Der TV-Sender ließ aber nicht locker, mehrere Telefonate waren notwendig. Letztendlich ließ er sich anhand der Fakten aber davon überzeugen, dass sich unser Mietwagen-Partner vor Ort absolut richtig verhalten hat – denn auch mit einem Mietwagen müssen sich Autofahrer an Verkehrsregeln halten, und natürlich werden entsprechende Verstöße von den polizeilichen Stellen geahndet. Dies kann, wie im Falle von Italien, durchaus mehrere Monate lang dauern – vor Strafe schützt die Rückkehr in das Heimatland indes nicht. Die Krönung war dann noch, dass wir nun bestätigen sollten, dass die Kundin von der italienischen Polizei nicht für ein weiteres Vergehen belangt wird. Daraufhin fehlten uns nun gänzlich die Worte.

Wir sind sicher ein sehr service-orientiertes Unternehmen. Der Kulanzgedanke spielt bei uns eine tragende Rolle, und wir helfen Kunden bei jedem Anliegen, soweit wir dies im Rahmen unserer Möglichkeiten können. Kommt es jedoch zu Zusatzkosten aufgrund von Verkehrsverstößen, treten Prozesse in Gang, für die ein Urlauber selbst gerade stehen muss – denn er hat die Ursache auch verschuldet. Ob mit dem eigenen oder gemieteten Auto unterwegs: Im Straßenverkehr heißt es vom Fahrer Verantwortung zu übernehmen. Und Verkehrsschilder behalten in beiden Fällen ihre Gültigkeit. Was mich an diesem Fall ganz besonders ärgert ist, dass wir uns eineinhalb Tage mit diesem Fall beschäftigt haben – gerade weil der TV Sender daraus eine Geschichte machen wollte, und sich als Anwalt der Kundin gesehen hat. Unsere Presseagentur und unsere Mitarbeiter kosten Geld – da juckt es einen schon in den Fingern, hier eine weitere Rechnung in Kundenrichtung auf den Weg zu bringen….

Thorsten

CEO

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Kommentare

ULRICH ROTH

7 August 2012 | 5:28 pm | Kommentieren auf ULRICH ROTH

Mit der Problematik der Strafzettel von Kunden werden wir auch ab und zu konfrontiert. Dass allerdings wir oder unsere lokalen Partner deshalb den Kunden auch noch eine Bearbeitungsgebühr dafür in Rechnung stellt, würde uns im Traum nicht einfallen.

Im Gegenteil, wir haben uns schon für unsere Kunden unentgeldlich eingesetzt, dass die 50% oblikatorische Rabatt für Strafzettel nochmals in Kraft gesetzt wurden und diese dann für die Kunden ausgelegt.

Ihr letzter Satz lässt vermuten, dass Sie eine Steilvorlage des TV-Verbrauchermagazins verpasst haben.

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Thorsten

7 August 2012 | 7:49 pm | Kommentieren auf Thorsten

Hallo Herr Roth, vielen Dank für Ihren Kommentar auf den ich doch noch gerne eingehen möchte: wir vermitteln Mietwagen für knapp 100 Länder an mehr als 5.000 Stationen weltweit. Pro Zielgebiet arbeiten wir mit 3 - 4 verschiedenen Anbietern zusammen. Die von uns vermittelten Kunden (über 300.000 im Jahr) schließen vor Ort einen Mietvertrag mit den jeweils örtlichen Vermietern ab. Wir arbeiten dabei mit regionalen sehr großen Partnern sowie mit international bekannten Autovermietungen zusammen.

Weltweit ist es üblicherweise so, wie auch überall in Deutschland, dass Strafzettel vom Kunden bezahlt werden "müssen". Wenn er das nicht tut, dann wendet sich die Polizei an den Fahrzeughalter, in diesem Falle die Autovermietung. Für die Auskunftserteilung an die Polizei möchte der Autovermieter einen finanziellen Ausgleich - ihm entsteht ein unvorhersehbarer und erheblicher Aufwand. Ich kann das gut verstehen, denn die meisten Vermieter mit großen Volumen betreiben für solche Fälle eigene Abteilungen mit ausgefeilter Infrastruktur, Technik, Archivierung und mit einem hohen Personalaufwand (Da werden pro Tag hunderte solcher Fälle bearbeitet). Diese Kosten können die meisten Autovermieter nicht aus eigener Kraft tragen, der Preiskampf im gesamten Markt lässt das nicht zu. Und niemand möchte die Kosten, die dem Autovermieter dadurch entstehen, auf andere Kunden umlegen. Ansonsten werden die Kunden durch höhere Mietpreise bestrafen, die sich im Grund regelkonform verhalten.

Und: eine Steilvorlage habe ich beim besten Willen nicht erkennen können.

P.S.: Ich finde, durch die heutige Angebotsstruktur wird dem Kunden schon an vielen Stellen geholfen. Viele Unternehmen, wie auch wir bei Sunny Cars tragen z.B. die Kosten im Falle eines Unfalls durch die Rückerstattung der Selbstbeteiligung (auch bei Schäden an Glas, Dach, Reifen und Unterboden!). Das sind pro Fall, abhängig vom Land und Fahrzeug, ca. 300 - 1.000 Euro die wir aus eigener Kraft für den Kunden übernehmen. Das machen nicht viele Anbieter. Aber DAS ist, denke ich, guter Service am Kunden...

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Bernd Maurer

7 August 2012 | 8:22 pm | Kommentieren auf Bernd Maurer

50% obligatorischer rabatt für'n strafzettel? wie genial ist das denn und wie geht das? macht das doch mal 100 mal am tag mit dem auslegen für’n kunden und wir gucken dann mal was ihr dazu sagt - oder die behörde. sorry, ich glaube davon kein wort. das klingt alles sehr sehr sehr weit hergeholt....
 

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Johannes Braun

7 August 2012 | 1:19 pm | Kommentieren auf Johannes Braun

Leider disqualifiziert sich der sonst so auf Seriosität bedachte Artikel durch den letzten Satz völlig. ;-(

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Thorsten

7 August 2012 | 3:37 pm | Kommentieren auf Thorsten

Hallo Herr Braun, vielen Dank für Ihren Beitrag. Klar, ich bin vielleicht ein bisschen über das Ziel hinausgeschossen. Da haben Sie schon recht. Aber der gesamte Aufwand und ein möglicher Image-Schaden (Der Sender hat uns unterstellt, wir wären Abzocker) hat uns schon ganz schön beschäftigt. Und wir bleiben einfach auf den gesamten Kosten sitzen. Natürlich würden wir niemals eine Rechnung schicken, das entbehrt ja auch jeglicher Grundlage. Es war nicht mal eine Überlegung unsererseits. Und keinesfalls möchte ich, dass Sie einen falschen Eindruck von uns erhalten, aber auf einem Blog, so sehe ich das, darf man vielleicht auch seinem Ärger ein bisschen Luft machen und sagen, wie man zu manchen Dingen steht. Viele Grüße aus München...

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